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Von Bienchen und anderen sozialen Wesen

Heute sollte es eine Premiere im doppelten Sinne geben: Auf halber Treppe zum ersten Mal zu Gast in Charlottenburg und mit komplett neuem Café-Set am Start! Und dann war Auf halber Treppe ja auch noch im Fernsehen; aber das ist eine andere (Blog-)Geschichte. Zurück nach Charlottenburg also, genauer gesagt zu Nina und Meik, die auf flux.fm von uns gehört hatten und wenige Monate nach ihrem Einzug gespannt darauf waren, ihre Nachbarn (besser) kennenzulernen.

Das Tischlein ist gedeckt :)

Das Tischlein ist gedeckt :)

Dank komfortablem Chauffeurservice (We heart Susi) waren wir pünktlich um 14 Uhr vor Ort und begannen nach einem kleinen Plausch mit den Gastgebern mit den Vorbereitungen. Bald waren unser toller neuer roter Tisch ausgepackt und zusammengeschraubt, die Kissen und Decken im Treppenhaus verteilt und der Kaffeeduft zog durchs Haus, sodass für eine gemütliche Atmosphäre gesorgt war. Fehlten eigentlich nur noch unsere Kuchen, der Schokonusskuchen unserer Gastgeberin (sooo lecker J) und … die Nachbarn natürlich!
Also auf zur Klingelrunde durchs Haus. Schnell sollte sich herausstellen, dass Nina gut „vorgearbeitet“ hatte und viele Nachbarn das Plakat im Treppenhaus gelesen oder sich sogar schon via Facebook, -Blog und andere Medien über uns informiert hatten (Freu!). Bereits beim Klingeln ergaben sich erste Gespräche über Beethoven, das Haus und frühere Feste der Bewohner im Hof. Und bald hatten sich etwa 10 Nachbarn ganz unterschiedlichen Alters auf halber Treppe versammelt, und Kaffee und Kuchen fanden regen Zuspruch. Trotz des Nicht- oder Nur-vom-Sehen-Kennens zeigten sich alle aufgeschlossen und plauderten bald munter miteinander. „Wie, unser Bett quietscht?!“, „Ach nee, in Mainz haben wir auch mal gewohnt!“ „Also ich wohne seit 50 Jahren hier!“

Da kamen die Nachbarn...

Da kamen die Nachbarn…

Ein großes Thema war auch das Miteinander im Allgemeinen und das es eigentlich doch ganz schön ist, wenn man wenigstens mal das eine oder andere Wort mit seinen Nachbarn wechselt. Wer kennt nicht – zumindest vom Hörensagen oder aus der Presse – Geschichten von Menschen, die ihre letzten Tage in vollkommener Einsamkeit verbracht haben. Eine Nachbarin berichtete auch, dass sie gerne Gutes tue und ihren Garten sowieso nicht alleine bewirtschaften könne, weswegen sie sich schon vor einiger Zeit entschlossen habe, ihren Garten mit anderen Menschen zu teilen und übrig gebliebene Obst einfach zum Verschenken in den Hausflur zu stellen. Hier hat sich dann auch Meik eingeklinkt und angefragt, ob er dort vielleicht Bienen unterstellen könnte; er ist seit einiger Zeit begeisterter Hobbyimker und war traurig, dass er sein Bienenvolk nicht mit nach Berlin mitnehmen konnte.

..und genossen Kaffee und Kuchen!

..und genossen Kaffee und Kuchen!

Nach gut zwei Stunden war es für uns Zeit, unsere Zelte in Charlottenburg wieder abzubrechen. Dank der Hilfe und dank der tatkräftigen Unterstützung von Nina und Meik hatten wir flux alles wieder gespült und für weitere Cafés in unseren Kisten und Taschen verstaut. Zurückgelassen haben wir eine Nachbarschaft, die sich von unserer Ideen und dem Gemeinsametwasmitanderenmachen sehr angetan zeigte. „Jeder hat Ressourcen, die er mit anderen teilen kann.“, sagte mir eine Nachbarin im Gespräch. Ein Sommerfest im Hof ist schon in Planung.

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